| UNSER LAND Eier NEU mit Kennzeichnung "ohne Gentechnik" |
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Auch Mattias Kiefer, Umweltreferent der Diözese München-Freising spricht sich für die Auslobung aus. „Diese Kennzeichnung bedeutet nicht nur Sicherheit für den Verbraucher, sondern stärkt auch seine Macht, die er beim Einkauf nutzen kann. Letztlich richtet sich das Angebot immer nach der Nachfrage."
Die Gentechnikfreiheit für das Saatgut von
Futtermitteln in den Richtlinien stand von Beginn an in der Aufmerksamkeit des
Netzwerkes UNSER LAND. Dies bietet Verbrauchern eine Gewißheit, die nun auch
mit der Kennzeichnung ‚ohne Gentechnik‘ entsprechend den neuen gesetzlichen
Vorschriften* aus dem Jahr 2008 eindeutig dargestellt werden kann.
München erhält seine UNSER LAND Eier aus dem Netzwerkgebiet. Alle Eiererzeuger füttern ihre Legehennen für UNSER LAND Eier ‚ohne Gentechnik‘. Die für die Hennen benötigten Bestandteile wie Mais, Weizen, Soja, Hafer und Erbsen stammen von heimischen Feldern. Eine Fütterung ‚ohne Gentechnik‘ schließt unkalkulierbare Risiken aus und nutzt der Region in vielfältiger Hinsicht! Alle UNSER LAND Eiererzeuger halten die streng kontrollierten UNSER LAND Richtlinien ein. Das für die Hühnerfütterung als Eiweißlieferant wichtige Soja stammt von der 2007 errichteten hochmodernen Eiweißaufbereitungsanlage auf dem Asamhof in Kissing nahe Augsburg. In diesem Jahr bauen Landwirt Josef Asam und seine Vertragsbauern schon auf 650 Hektar erfolgreich bayerisches Soja an und zwar „ohne Gentechnik". Schon vor rund zehn Jahren begann er in Zusammenarbeit mit UNSER LAND Bauern mit der Erprobung des bayerischen Sojaanbaus. Der Versuch gelang. Damit wurden die Grundlagen für eine garantierte Fütterung ‚ohne Gentechnik‘ geschaffen. So schließt sich auch für Soja der nachvollziehbare und regionale Futtermittelkreislauf für UNSER LAND Lebensmittel. Ab sofort werden auch die UNSER LAND Nudeln "ohne Gentechnik" ausgelobt, da zum bayerischen Hartweizengrieß nur legefrische UNSER LAND Eier "ohne Gentechnik" verwendet werden.
Anmerkungen * Seit 2004 ist in Deutschland jede direkte Anwendung eines gentechnisch veränderten Organismus (GVO) im Verlauf der Herstellung oder Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln kennzeichnungspflichtig(z.B. bei Verwendung von gentechnisch verändertem Soja in der Tofuherstellung). Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind nach wie vor tierische Produkte wie Eier, Milch, Fisch und Fleisch von Tieren, die mit GVO Futter aufgezogen wurden. Allerdings ist es mit dem Gesetz von 2008** nun möglich, auch Produkte tierischen Ursprungs als „ohne Gentechnik" zu kennzeichnen, wenn auf allen Erzeugungs- und Verarbeitungsstufen nachgewiesen werden kann, daß „ohne Gentechnik" gearbeitet wurde, z.B. nur mit GVO-freiem Futter gefüttert worden ist. **Gesetz zur Durchführung der Verordnungen der Europäischen Gemeinschaft auf dem Gebiet der Gentechnik und über die Kennzeichnung ohne Anwendung gentechnischer Verfahren hergestellter Lebensmittel vom 1.4. 2008 (EGGenTDurchfG). Das neue Logo „ohne Gentechnik", welches von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner im August 2009 vorgestellt wurde, ist leider noch nicht verfügbar, weshalb das eigene Logo „ohne Gentechnik" verwendet wird. Dieses wird jedoch auf den Eier- und Nudelpackungen durch das bundesweite Logo ausgetauscht, sobald es erhältlich ist. Was ist Agrogentechnik? Agrogentechnik ist eine neue Technologie, die erst seit etwa 20 Jahren entwickelt wird. Sie unterscheidet sich von herkömmlicher Züchtung durch die Anwendung technischer Verfahren, die es ermöglichen, Gene zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen auszutauschen, um neue Organismen mit Eigenschaften hervorzubringen, die in der Natur bisher nicht vorkommen.
Daten zur Erzeugung von Eiern in Bezug auf München Bei den Eiern besteht deutschlandweit und auch in Bayern eine große Unterdeckung, d.h. die Nachfrage nach Eiern kann nicht gedeckt werden, die Eier werden importiert. Das endgültige Verbot der Käfigeier zum 31.12.2009 verstärkt diese Unterdeckung nochmals dramatisch. Beispiel München: Eierverbrauch von 2,5 Mio Münchnern und Einzugsbereich: 550 Mio Stück/Jahr, davon 275 Mio als Frischeier Erzeugung in unserer Region: nur 60 Mio Frischeier Zusätzliches Potential 215 Mio Frischeier pro Jahr Das wären 70 Betriebe mit jeweils 10.000 Legehennen Ca. 250 - 300 zusätzliche Arbeitsplätze Ca. 40 Mio € Kaufkraft würden in der Region bleiben Zusätzlich könnten sich folgende Betriebe ansiedeln: Schlachterei, Junghennenaufzuchtbetriebe, Hühnerfleischverarbeitung Hintergrundzahlen Soja-Anbau in unserer Region: Anbauentwicklung von bayerischem GVO-freiem Soja: 2,8 ha im Jahr 1998 650 ha im Jahr 2009 Erträge vergleichbar mit Amerika
Körnermaisstandorte sind potentielle Sojastandorte In den Anfängen wurde Maisanbau wie heute Sojaanbau kritisch betrachtet. Eine ähnliche Situation besteht jetzt beim Sojaanbau. Bayern verfügt über ca. 2 Mio ha Ackerland. Davon könnten sicher problemlos 5 % mit Soja bebaut werden. Mit diesen 100.000 ha ließen sich 250.000 t Sojabohnen erzeugen Das wäre die Grundlage für 19 Millionen Legehennen oder Mastgeflügel. In Bayern gibt es ca. 8,5 Millionen Stück Geflügel In Verbindung von Soja mit Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen und Rapskuchen könnte Bayern zum Selbstversorger bei Eiweißfuttermitteln werden. Damit verbunden könnte man Arbeitsplätze für ca. 500 Menschen schaffen bzw. sichern. Bildunterschrift: Köstlicher Kaiserschmarren aus Eiern ‘ohne Gentechnik' im Münchner Ratskeller! (von links nach rechts: Josef Asam, UNSER LAND Landwirt und Erzeuger von Soja als Futtermittel, Susanne Moritz, Verbraucherzentrale Bayern, Mattias Kiefer, Umweltreferent der Diäzöse München-Freising, Peter Wieser, Ratskellerwirt, Richard Mickasch, 2. Vorstand Dachverein UNSER LAND e.V., Dr. Martha Mertens, Bund Naturschutz in Bayern) Hier können Sie die Pressemeldung und -foto herunterladen: |