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08.04.2011: Ostereier einmal anders betrachtetWie leben Hühner? Was fressen sie? Wie ist ein Ei aufgebaut? Kurz vor Ostern besuchten Mitarbeiter des Netzwerkes UNSER LAND die beiden 5. Klassen der Novalis und Neuhof Realschulen in München Sendling. Die Kinder betrachteten die Ostereier einmal von einer ganz anderen Seite. Sie erfuhren vieles rund um Hennen und Eier, diskutierten eifrig mit und führten als Ei-Forscher spannende Experimente durch. |
„Manche Hühner müssen in Käfigen leben. Da haben sie ganz wenig Platz und dürfen nie rumlaufen!“ empörte sich die 11jährige Jasmin der Klasse 5nr der Novalis Realschule. Zwei Mitglieder der Solidargemeinschaft MÜNCHEN, die zum Netzwerk UNSER LAND zählt, besuchten am 7. April die Jungen und Mädchen, um mit ihnen über das Hühnerleben und Eier zu sprechen. Das Netzwerk UNSER LAND engagiert sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region. Bewußtseinsbildung ist dabei ein zentrales Anliegen. Dazu bietet UNSER LAND auch Kinder- und Jugendprojekte wie in den Neuhof und Novalis Realschulen an. Die beiden Mitarbeiterinnen staunten nicht schlecht, wie viel die Schüler bereits wußten. Entsprechend lebhaft diskutierten alle gemeinsam über Freiland-, Boden- und Käfighaltung, was Hennen fressen, welche natürlichen Gewohnheiten sie haben, wie ein Ei überhaupt entsteht, wie es aufgebaut ist und vieles mehr. Erleichtert waren Jasmin und ihre Mitschüler, als sie erfuhren, dass die Käfighaltung hierzulande seit 2009 verboten ist.
Besonders spannend für alle waren die Experimente mit Eiern. Die jungen Ei-Forscher erkundeten den aufgedruckten Ei-Code. Sie ordneten die Zahlen und Buchstaben der Haltungsform, dem Herkunftsland und dem Legebetrieb zu. Die Schale wurde mittels eines Essigbads genau untersucht. Ihr Alter verrieten drei Eier, als sie unterschiedlich tief in einen Wasserbehälter eintauchten. Die Frischen sanken tief ab, während die Älteren weiter oben schwammen. Das Geheimnis dazu war schnell gelüftet. Die Eischale besteht aus Kalk und ist luftdurchlässig. Deshalb verdunstet ein Wasseranteil des Eiklars, während Luft eindringt. Je älter also das Ei, desto leichter ist es.
Große Augen machten die Schülerinnen und Schüler, als ein hart gekochtes, geschältes Ei wie von Zauberhand in eine Flasche gesogen wurde. Zuvor hatte eine Mitarbeiterin ein brennendes Stück Papier in die Flasche gegeben und das Ei auf die Öffnung gelegt. Auch dieses mysteriöse Experiment konnte geklärt werden. In der Flasche entstand ein Unterdruck durch die Erwärmung der Luft und damit der Sog.
Nach zwei Stunden ‚Reden‘ und ‚Experimentieren‘ zeigten die Jungen und Mädchen bei einem Quiz, was sie gelernt hatten. Fast fehlerfrei beantworteten sie alle Fragen und freuten sich dank ihres inzwischen großen Wissens ganz besonders über den Gewinn: eine Schachtel UNSER LAND Eier ‚ohne Gentechnik‘ aus Freilandhaltung von einem Bauernhof im Münchner Umland. Zum Abschluß malten alle ihre mitgebrachten, ausgeblasenen Eier in bunten Farben an und bastelten begeistert daraus zwei Osterkränze für ihre Klassenzimmer. So spannend können Hühner und Eier sein!
Bildunterzeilen:
Pressefoto Novalisschulen 1: Das Quiz lösten die Kinder fast fehlerfrei.
Pressefoto Novalisschulen 2: Sophia und Vanessa untersuchen das Ei ganz genau.
Pressefoto Novalisschulen 3: Xenia macht mit voller Kraft den Stabilitätstest.
Pressefoto Novalisschulen 4: Beim Ostereiermalen ist Kreativität gefragt.
Hier können Sie Pressemitteilung und -fotos herunterladen:
Pressemitteilung Novalisschulen (DOC)
Pressefoto Novalisschule 1 (JPEG)
Pressefoto Novalisschule 2 (JPEG)
Pressefoto Novalisschule 3 (JPEG)
Pressefoto Novalisschule 4 (JPEG)



