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9.09.2011: UNSER LAND begrüßt Entscheidung des Europäischen Gerichtshof zum Honig „ohne Gentechnik“

Seit der Gründung von UNSER LAND lehnt das Netzwerk Agrogentechnik ab. Unkalkulierbare Risiken für Mensch und Natur, die Bedrohung der unabhängigen bäuerlichen Landwirtschaft und Imkerei durch Patente, ungeklärte Haftung und der Verlust der Wahlfreiheit der Verbraucher zählen zu den wichtigsten Gründen für diese Ablehnung. Bereits 2009 begann das Netzwerk mit der Auslobung von Lebensmitteln tierischer Herkunft ‚ohne Gentechnik‘ gemäß der gesetzlichen Vorgaben von 2008. Aus dieser Haltung heraus begrüßt UNSER LAND das Urteil des Europäischen Gerichtshofs.

 

Honig, der auch nur geringe Spuren gentechnisch veränderten Pollen enthält, darf laut diesem Urteil nur mit entsprechender Kennzeichnung in den Handel, sprich zum Konsumenten gelangen. Und auch dies ist nur dann zulässig, wenn diese Genpflanzen als Lebensmittel zugelassen sind. Jeder andere Honig muss die Null-Toleranzgrenze erfüllen

Diese Entscheidung wird große Auswirkungen auf den europäischen Honigmarkt haben. Deutschland importiert jährlich rund 92.000 Tonnen Honig beispielsweise aus Süd- und Nordamerika und Asien, wo der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen erlaubt ist. Bisher fielen Honig und Honigprodukte nicht unter das Gentechnikgesetz. Noch komplizierter wird es, wenn die genmanipulierten Pollen von Pflanzen stammen, die nur als Futtermittel zugelassen sind. Sie dürfen gar nicht im Honig vorhanden sein.

Die Erfahrung des Augsburger Imkers, der die Klage angestrengt hatte, zeigt, dass eine Koexistenz von Agrogentechnik und Gentechnikfreiheit nicht möglich ist. Neben der Verunreinigung des Honigs durch Bienen, die weite Strecken zum Sammeln von Nektar zurücklegen, tragen sie die Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen auch an andere Standorte. Das führt ebenso zu einer unerwünschten, unkontrollierten Ausbreitung dieser Pflanzen wie der Pollenflug durch Wind.

Honig der UNSER LAND Imker kommt ausschließlich aus dem Netzwerkgebiet. Laut Standortregister des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist keine Registrierung eines GVO-Anbaus in diesen Gebieten verzeichnet. 36 Imker aus den zum Netzwerk zählenden neun Landkreisen sowie München und Augsburg stellen den UNSER LAND Honig her. Konsumenten können dank des Herkunftsnachweises auf dem Glas genau nachvollziehen, von welchem Imker der Honig stammt. Diese Transparenz schenkt Sicherheit und schafft Vertrauen. Imker engagieren sich für natürliche Kreisläufe und leisten mit ihrer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur biologischen Vielfalt der Region. Regionaler Blütenhonig ist ein wertvolles Lebensmittel.

UNSER LAND Lebensmittel sind die Botschafter der UNSER LAND Idee „die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region“ zu erhalten.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum UNSER LAND Honig

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