Ohne Gentechnik
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Seit der Gründung ist die gentechnikfreie, heimische Fütterung von Tieren in den streng kontrollierten Richtlinien des Netzwerkes UNSER LAND verankert. Nachvollziehbare eng geschlossene regionale Kreisläufe und transparente Strukturen sichern die hohe Qualität der Futtermittel ohne Dioxinbelastung. Aus diesem Grund können Verbraucher UNSER LAND Eier, Nudeln, Käse und Fische ‚ohne Gentechnik‘ auch jetzt mit gutem Gefühl genießen. |
Was ist Agrogentechnik?
Darunter versteht man die Veränderung von Nutzpflanzen durch den Einbau artfremder Gene in das Erbgut. Bislang wurde das in erster Linie bei Mais, Soja, Raps und Baumwolle gemacht. Die genauen Folgen, die derartige Erbgutveränderungen für die Natur und für den Menschen haben, sind nicht hinreichend untersucht und nicht abschätzbar. Die Gefahr besteht u.a. darin, dass durch die Einbau artfremder Gene ökologische Schäden auftreten können, da sich die Natur auf die Manipulationen nicht einstellen kann. Bei der Freisetzung solcher gentechnisch veränderter Organismen (GVOs) in der freien Natur kommt es z.B. durch Pollenflug zu Fremdbestäubung und Kreuzungen und damit zu einer Ausbreitung der GVOs. Agrogentechnik ist nicht kontrollierbar, nicht eingrenzbar und auch nicht rückholbar. Dies unterscheidet sie von der roten und weißen Gentechnik. Rote Gentechnik: (Anwendung in geschlossenen Systemen) Anwendung in der Medizin zur Entwicklung von diagnostischen und therapeutischen Verfahren und Arzneimitteln Weiße Gentechnik (Anwendung in geschlossenen Systemen) Nutzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen in der Nahrungsmittelindustrie und für industrielle Zwecke.
Häufig gestellte Fragen
1. Gibt es gesundheitliche Risiken?
Die Auswirkungen einer langfristigen Ernährung mit gentechnisch veränderten Pflanzen/Produkten sind derzeit unbekannt. Es werden Zusammenhänge mit gesundheitsgefährdenden Auswirkungen vermutet, die jedoch wissenschaftlich noch nicht endgültig bestätigt sind. Es gibt aber Hinweise auf geringere Fruchtbarkeit und auf Veränderungen im Immunsystem bei Mäusen sowie auf Vergiftung menschlicher Zellen durch spezielle Herbizide bei GVO-Anbau.
2. Gibt es eine Koexistenz von gentechnisch veränderten und konventionell bzw. biologisch angebauten Pflanzen?
Die TU München hat in 600 m Abstand von Versuchsfeldern noch gentechnisch veränderte Pollen festgestellt. Ein Nebeneinander von konventionell angebauten, biologischen und gentechnisch veränderten Pflanzen ist nicht möglich und nimmt dem Verbraucher jegliche Wahlmöglichkeit. Das ist auch aus den USA und Kanada bekannt, wo Genpflanzen großflächig angebaut werden. Weil Koexistenz nicht möglich ist, würde dies das Ende des ökologischen Landbaus bedeuten.
3. Braucht man weniger Spritzmittel?
Nein, denn nach den Erfahrungen brechen durch GVOs erreichte Resistenzen z.T. schneller zusammen, als auf züchterischem Weg erzeugte. Der kurzfristige Erfolg zwingt mittel- und langfristig zu höherem Einsatz chemischer Spritzmittel.
4. Was bringt´s den Bauern?
»Das US-Department für Landwirtschaft (USDA) weist 2006 daraufhin, dass keine der in den USA kommerziell genutzten gentechnisch veränderten Pflanzen ein höheres Ertragspotenzial haben, im Gegenteil seien Ertragsrückgänge festgestellt worden. « Es entsteht Abhängigkeit von Konzernen durch »Patente auf Leben« und bis zu 15 % geringere Erträge.
5. Wem nützt die Agro-Gentechnik?
Die vier größten weltweit tätigen Agrochemiekonzerne DuPont, Syngenta, Monsanto und Bayer bestimmen weitgehend Forschung, Entwicklung und Vermarktung transgener Pflanzen und der dazugehörigen Pestizide und Herbizide. Ihr Anliegen ist Gewinnmaximierung durch Schaffung immer neuer Märkte. Es entstehen Abhängigkeiten, die bereits unzählige, u.a. kleinere landwirtschaftliche Betriebe (z.B. in Indien) in den Ruin getrieben haben.
6. Wie verhalten sich unsere europäischen Nachbarn?
Frankreich und Italien, Österreich, Schweiz, Griechenland, Ungarn und Polen sagen klar »NEIN« zur Agrogentechnik, da sie die damit verbundenen Risiken nicht in Kauf nehmen wollen.
7. Kann man den Welthunger durch Agrogentechnik besiegen?
Die Ursachen des Hungers sind vielfältig. Verteilungsprobleme, fehlende Eigentums- bzw. Bewirtschaftungsrechte von Grund und Boden im Sinn einer bäuerlichen Landwirtschaft und damit keine nachhaltigen Landbausysteme mit entsprechender Vielfalt der Fruchtfolgen und Kulturpflanzen sind häufig verantwortlich für diese Missstände.
8. Wie ist die Situation in Deutschland?
Derzeit gibt es Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Zum kommerziellen Anbau ist eine Maislinie zugelassen gewesen, die selbst ein Insektizid produziert, Mon810. Sie wurde schwerpunktmäßig in den neuen Bundesländern angebaut. In diesem Jahr wurde der Anbau verboten. Dieses Verbot muss allerdings immer wieder erneuert werden und 2010 geht der Kampf wieder von vorne los.
10. Ökologische Risiken
- Übertragung von GVO-Pollen auf verwandte Kultur- und Wildpflanzen durch Wind, Bienen und andere Insekten.
- Unkontrollierte Veränderung natürlicher Sorten und traditioneller Kulturpflanzen (Auskreuzung).
- Verschleppung von GVO-Saatgut durch landwirtschaftliche Maschinen und Transportfahrzeuge.
- Gefährdung der Artenvielfalt.
- GVO sind aus der Natur nicht rückholbar.
- Schädigung der Lebensgrundlagen Boden und Wasser durch dauerhafte Giftfreisetzung
- insektenresistenter GVO und durch Einsatz spezieller Unkrautvernichtungsmittel beim Anbau herbizidresistenter GVO
11. Ökonomische / sozioökonomische Risiken
- GVO sind patentiert, dadurch jährliche Forderung von Lizenzgebühren.
- Verbot von Saatgutnachbau. Vernichtung von Arbeitsplätzen in Landwirtschaft und Lebensmittelhandwerk.
- Nachweislich keine Bewältigung des weltweiten Hungerproblems.
- Marktbeherrschung, Kontrolle und Abhängigkeit von wenigen Agrarkonzernen
12. Was kann ich tun?
- Keine Lebensmittel kaufen, bei denen Zutaten als „gentechnisch verändert" gekennzeichnet sind.
- Bei Herstellern (Bäckereien, Metzgereien, Molkereien...) und im Handel nach „ohne Gentechnik" gekennzeichneten Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Backwaren fragen.
- In Gastronomie und Kantinen nachfragen, ob GVO-Lebensmittel (z.B. Öl) verwendet werden (wenn ja, muss dies auf der Speisekarte stehen).
- Regional einkaufen, wo Herkunft und Herstellung nachvollziehbar sind und Fragen jederzeit beantwortet werden, oder Bio-Lebensmittel kaufen, die generell ohne GVO erzeugt sind.
- Ich informiere mich bei Veranstaltungen und im Internet. Informationen aktiv weitergeben und so neue Mitstreiter gewinnen.
- Politiker auffordern, eine umfassende GVO-Freiheit zu gewährleisten
Weitere Informationen zu Eiern, Nudeln, Fische und Käse ohne Gentechnik sowie unsere Banner-Ausstellung können Sie hier herunterladen:
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Informationen Eier und Nudeln ohne Gentechnik (PDF) Informationen Käse ohne Gentechnik (PDF) Information Fische ohne Gentechnik (PDF) Ausstellung "ohne Getechnik" (PDF) |




