25.9.2021 Besuch beim BIO Joghurthersteller in Obersöchering

Bei strahlendem Herbstwetter führte die Exkursion die Mitglieder der Solidargemeinschaft MÜNCHEN LAND am 25.9.21 auf den Biolandhof der Familie Westenrieder in Obersöchering. In der familieneigenen Hofmolkerei „zum Marx“ wird dort seit 2013 der WEILHEIMER SCHONGAUER LAND BIO Joghurt hergestellt. Der Betriebsleiter Sepp Westenrieder informierte und zeigte den aufmerksamen und diskussionsfreudigen Mitgliedern der Solidargemeinschaft in beeindruckender Weise, wie es zum heutigen Betrieb kam.

Im Jahr 2000 wurde der Bauernhof aus der Enge des Dorfes ausgesiedelt und neu auf einer Anhöhe inmitten eigener Weideflächen mit Postkartenpanorama gebaut. Ganz entsprechend der Philosophie der Familie mit einem tier- und umweltgerechten Betrieb Landwirtschaft zu betreiben, wurde er Schritt für Schritt zum modernen BIO-Heumilch Bauernhof mit energieautarken Kreislaufwirtschaftsbetrieb ausgebaut.

Die 40 Kühe haben einen Freiplatz am Hof und ihren Laufstall, in dem jede nicht nur genügend Liegefläche hat, sondern auch jeder Kuh ein überbreiter Fressplatz zur Verfügung steht, an dem sie mit ihren Hörnern genügend Platz zur Nachbarin hat. Die Kühe sind im Sommer, im Herbst und auch an Wintertagen im Freien. Dabei sind ihnen Temperaturen bis 25 °C  und um 0 °C am liebsten, sonst bleiben sie gerne im Stall. Seit 2018 wird versucht, eine muttergebundene Kälberhaltung zu betreiben. Dies führt jedoch immer wieder zu Schwierigkeiten, die sich in Aggressivität und Fluchtverhalten der Kälber und deren Mütter gegenüber den Menschen, die sie betreuen und der restlichen Herde, führt. Die Familie Westenrieder suchen nun nach baulichen Möglichkeiten, die jedoch platz- und kostenintensiv sind, um dieses Problem zu lösen. Die Kühe auf dem Hof haben ein durchschnittliches Alter von 8 Jahren und bekommen in dieser Zeit ca. 8 Kälber. Die Kalbinnen sind ca. 15 Monate alt, bevor sie zum ersten Mal gedeckt werden und haben dann eine Tragezeit von durchschnittlich 280 Tagen, nur etwas länger als beim Menschen mit 266 Tagen. Die Nahrung der Kühe besteht im Sommer aus den artenreichen Gräsern auf der Weide und im Winter aus Heu. Getreideschrot wird zur Erhaltung der Tiergesundheit bei Bedarf gezielt zugefüttert.

WEI SHG 21 09 23 Westenrieder Weltweiter Klimaschutz Beginnt In Der Region
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UNSER LAND Joghurt

Die auf dem Betrieb produzierte Milchmenge liegt bei jährlich ca. 120 000 Liter, die verschieden vermarktet wird. Zur Verarbeitung in der Hofmolkerei kommt diese frisch gemolken und gekühlt über eine Leitung direkt aus dem Milchtank im Stall, der ca. 30 m daneben liegt. Dort wird BIO HEUMILCH Jogurt für UNSER LAND, die eigene Hofmarke sowie Topfen hergestellt. Ferner werden von einer mobilen Käserei, die auf den Hof kommt, verschiedene Käsesorten für den Hofladen und ausgesuchte Geschäfte gekäst. Weitere Milch wird an die Pollinger Eismanufaktur geliefert, Rohmilch wird für den Direktverkauf vor Ort abgefüllt und es wird Restmilch an die Molkerei geliefert.

Leider konnten wir an diesem Tag aus Hygienegründen nicht durch die Molkerei gehen und die Herstellung des Joghurts verfolgen, da die Produktions-, Reife- und Lagerräume voll in Betrieb waren.

Video „WEILHEIM-SCHONGAUER LAND Naturjoghurt aus BIO Heumilch“

Wir beschlossen daher, dies zu Hause virtuell nachzuholen und uns das UNSER LAND Video zur Joghurtherstellung anzuschauen. Dies wurde zwar schon 2013 gedreht, als die Umstellungen des Betriebes auf BIO und Heumilch noch nicht abgeschlossen waren, aber es ist ansonsten gerade beim Weg der Milch vom Stall zum Joghurt immer noch aktuell.

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Ein Kernelement des Hofes ist das ausgeklügelte Energiekonzept. Zum einen sorgt es dafür, dass der Grasschnitt der frisch von den Wiesen kommt, zu Heu getrocknet wird, zum anderen, dass alle für Haus, Hof und Molkerei benötigte Energie in Form von Hackschnitzeln aus dem Holz des eigenen Waldes zur Verfügung steht. Die dafür benötigte Energie kommt von der Sonne. Wie Sepp Westenrieder sagte: Wenn wir Gras haben macht es die Sonne zu Heu, dann werden die Hackschnitzel mit der Sonnenenergie getrocknet, die dann dafür sorgt, dass wir damit eine höhere Energieausbeute haben und bei der Verbrennung ein optimaler Trockengrad vorliegt.

Den Abschluß der Hofbesichtigung bildete die Besichtigung des 2020 an den Stall angebauten Hofladen, der in Kühlschränken die verschiedenen hofeigenen Milchprodukte all den Verbraucher*innen zum Kauf anbietet, die diese wertvollen regionalen BIO-Lebensmittel zu schätzen wissen.

Einige Teilnehmer*innen gönnten sich vor dem herrlichen Bergpanorama an diesem warmen Herbsttag vor der Heimfahrt noch ein Eis der Pollinger Eismanufaktur aus deren Selbstbedienungskühlschrank.

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