20.04.2022 Gesprächsrunde bei Eiererzeuger Häsch

Am 20.04.2022 fand auf dem Bertenbauernhof von Familie Häsch in Dietramszell eine Gesprächsrunde mit der Solidargemeinschaft OBERLAND statt. Das Thema: Regionaler Sojaanbau. Die Pioniere aus dem UNSER LAND Netzwerk haben bereits 1998 begonnen, den regionalen Soja-Anbau aufzubauen. Unter anderem sollten damit die Hühner gefüttert werden, die die UNSER LAND Eier legen.

Seit der ersten Stunde mit dabei ist Michael Häsch – als Eiererzeuger und Landwirt genauso wie als Mitglied in verschiedenen Gremien. Er ist Landwirt und Eiererzeuger im Landkreis Bad Tölz. Gemeinsam mit Familie Asam, die eine Futtermühle in AUGSBURG LAND betreibt, und einigen anderen Wegbereitern aus dem Netzwerk UNSER LAND wurde das Projekt vorangetrieben. Zum Gemeinwohl aller Landwirte, die auf Soja aus heimischem Anbau anstatt Soja-Importe umstellen wollen. Früher noch belächelt, ist die Nachfrage nach Bayerischem Soja so groß wie nie.

Soja ist eine Eiweißkomponente in der Tierfütterung, ein sehr wichtiger Teil der Ernährung der Tiere. Soja für Nutztiere wird überwiegend aus Brasilien und den USA importiert, denn das in Deutschland angebaute Soja deckt nur 2 % des Bedarfs. Die Soja-Anbaufläche in Brasilien hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre verdreifacht – auf Kosten des artenreichen Regenwalds und mit massiven Folgen für die Umwelt. Nicht nur, dass Tiere und Pflanzen im Regenwald ihren Lebensraum verlieren – großflächige Brandrodungen schaden dem Weltklima. Zusätzlich ist die Artenvielfalt durch den hohen Einsatz von Gentechnik und Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat bedroht.

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„In der 8. Generation bewirtschaften wir den Hof, seit 1798 gibt es ihn. Die moderne Hühnerhaltung ist mit früheren Zeiten nicht zu vergleichen. Nicht nur, dass die Tiere mehr Licht und Luft in den Ställen haben und generell mehr Wert auf Sauberkeit gelegt wird. Auch das Futter ist ideal auf die Tiere abgestimmt“, erklärt Michael Häsch während der Gesprächsrunde.

Das Futter für die Legehennen und ihre Hähne setzt sich aus Mais, Soja, Weizen, Ackerbohne, Hafer und Sonnenblumenkuchen zusammen. Zugesetzt wird Calcium für die Eierschale. Einige der Eiererzeuger im Netzwerk UNSER LAND bauen das Futter selbst an und lassen es zum Beispiel mittels einer mobilen Futtermühle schroten. Die meisten UNSER LAND Eiererzeuger jedoch beziehen das regionale Hühnerfutter von der Familie Asam in Kissing, die eine Futtermühle betreibt. „Die Nachfrage nach regionalem Soja ist stark gestiegen. Es findet ein großes Umdenken statt. Die aktuelle Weltsituation hat den Prozess beschleunigt – aber auffällig war die Nachfrage bereits seit Jahren“, erklärt Adriane Schua, 1. Vorsitzende der Solidargemeinschaft OBERLAND.

Regionale Kreisläufe zu schließen sei für UNSER LAND seit jeher ein zentrales Thema, erzählt sie weiter. Die Wertigkeit der bayerischen Produkte herauszuheben, Erzeuger, die einen fairen Preis für ihre Lebensmittel bekommen genauso wie Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten – all das hänge an der Idee und dem Ziel, den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region.

„Es gibt immer wieder Herausforderungen – aber unsere Vision vom bayerischen Soja, die wir vor 24 Jahren hatten, haben wir erreicht. Alle UNSER LAND Hühner werden ausschließlich mit heimischem Soja gefüttert“, freut sich Landwirt Michael Häsch.

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