14.03.18 UNSER LAND – kleine Eierkunde zur Osterzeit!

Eier haben jetzt Hochkonjunktur. Seit jeher sind das Osterfest und bunt bemalte Eier untrennbar verbunden.

Es zählt jedoch nicht nur die Optik. Optimal ist es, wenn sowohl das Außen als auch das Innen eines Ostereis überzeugen. Deshalb beginnt die Osterfreude schon mit dem Einkauf und hier wird es heikel. Wer genau hinschaut und weiß, was ein Stempel bedeutet, der kann beste Qualität ins Osternest legen. UNSER LAND möchte dabei helfen! Jedes Ei muss in unserem Land einen Stempel tragen. Die einzelnen Elemente verraten die Haltungsform, das Herkunftsland, das Bundesland, den Erzeugerbetrieb und sogar die Stallnummer. Hier am Beispielstempel erklärt:

1-DE-09-1853 2

  • Die erste Ziffer steht für die Haltungsform
    2 = Bodenhaltung
    1 = Freilandhaltung
    0 = ökologische Erzeugung
  • Die beiden Buchstaben stehen für das Herkunftsland
    DE = Deutschland
    AT = Österreich
    BE = Belgien
    NL = Niederlande
  • Die Ziffer danach steht für das Bundesland
    09 = Bayern
    08 = Baden-Württemberg
  • Die Zahlenkombination danach benennt den Betrieb
    Jeder Betrieb hat eine eigene Betriebsnummer
  • Die letzte Ziffer steht für den Stall im Betrieb.

Auf der Verpackung finden sich weitere Angaben:

  • Güteklassen
    A = die Eier dürfen weder gewaschen, noch anderweitig gereinigt, haltbar gemacht oder gekühlt werden (üblich für private Haushalte)
    B = sind zweite Qualität und für Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie bzw. Nicht Nahrungsmittelindustrie bestimmt
  • Entscheidend sind hierbei der Zustand von Schale, Luftkammer, Eiklar, Dotter, Keim und Geruch.
  • Gewichtsklassen
    XL = sehr groß (73 g und mehr)
    L = groß (63 g – 73 g)
    M = mittel (53 g – 63 g)
    S = klein (unter 53 g)
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum darf 28 Tage nach dem Legen nicht überschreiten.

Das Ei gilt in vielen Religionen als Symbol neuen Lebens. Im christlichen Glauben steht das Osterei für den Triumpf des Lebens über den Tod, im direkten Bezug von Jesu Christi Wiederauferstehung nach der Kreuzigung. Das Färben von Eiern ist jedoch älter als die christliche Tradition. Dies belegen 60.000 Jahre alte Funde dekorierter Straußeneier im südlichen Afrika. Trotzdem darf man sich fragen, warum die Eier hart gekocht und bunt sind. Die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend.

Nach christlichem Brauch wird 40 Tage vor Ostern gefastet. Früher zählten alle tierischen Produkte zu den verbotenen Speisen, also Fleisch, Butter, Milch und auch Eier. Es war also wichtig, die kostbaren Eier während dieser Zeit haltbar zu machen. Deshalb kochte man sie hart. Gefärbt wurden sie, damit man die Eier von den rohen unterscheiden konnte. Dabei wählte man verschiedene Farben für verschiedene Legezeiträume.
Was für eine wunderbare, kreative und kunstvolle Tradition hat sich daraus entwickelt!

Noch mehr Information über UNSER LAND Eier ‚ohne Gentechnik‘, die Landwirte, Haltung und Fütterung sind hier zu finden:

  • UNSER LAND Eier ‚ohne Gentechnik‘ und UNSER LAND BIO Eier
  • UNSER LAND Eier-Erzeuger

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